EINLADUNG

zur Ausstellung

Farbablauf

 

Hans-Peter Hauf

Sie alle sind herzlich dazu eingeladen.

Ab Mittwoch den 1 9.10.2016

 

Eckhaus Galerie. Design. Inspiration.

Hölderlinstraße 40, 70193 Stuttgart

 

 

Am Anfang war das weiß

Keine Iauten Botschaften sprechen aus den Bildern des Hans-Peter Hauf, nicht politische Statements, vielmehr begegnen uns ästhetischen Oasen, die den Betrachter zum Verweilen und Nachdenken herausfordern. Momentane Stimmungen, aktuelle Eindrücke, Erfahrungen und Imagi- nationen des Künstlers artikulieren und addieren sich zu einem Hauf`schen Kosmos. Doch dieser ist nicht kartografisch zu erfassen, er ist flexibel und variabel, orientiert sich allenfalls ablesbar in biografischen Wahrnehmungen und ist doch in seinem ganzen Spektrum unverwechselbar. Kunst, die in ihrer Vielschichtigkeit neugierig macht.  

Man erkennt in der Summe seiner Bilder weniger in sich geschlossene oder benennbare Werkperioden als sich fortschreibende Variationen. Auf diese Weise zeigen sich in seinem Oeuvre keine ablesbaren Verfallsdaten der Wertigkeit im farbigen Fabulieren

Eines war ihm wohl angeboren, was für einen Künstler unabdingbar ist, er kann kompromisslos ,,ich" sagen zu dem was er macht und malt mit dem Mut der SelbstverwirkIichung. Es gelingt ihm, nicht Vorgegebenes, Tradiertes Normiertes, Bewährtes oder Erwartbares zu schaffen, vielmehr das Selbstvertrauen zu entwickeln, seinen eigenen künstlerischen Kanon zu definieren und seine Farbe und Form gewordene Vorstellungswelt in die Welt der Galerien, Museen, Kunstinteressierten, Kritiker und Bibliografen zu entlassen. Der Erfolg gab ihm Recht.  

Und das geschah und geschieht nicht überheblich, selbstgefällig oder pathetisch, mit der Attitüde mancher Malerfürsten, eher zweiflerisch, selbstkritisch und sensibel mit sympathischem Understatement. Nach den Studien- jahren 1972-1977 wird er freischaffender Maler mit ersten Ausstellungen, viele werden folgen im ln- und Ausland. Ankäufe von Sammlern, Museen und Galerien. Er erhält nacheinander drei renommierte Stipendien, von der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart mit einem Studienaufenthalt in Cardiff und vom Land Baden-Württemberg für die Cité Internationale des Arts nach Paris.  

Von überall fließen Eindrücke in seine produktive Kreativität, sein Horizont verändert und erweitert sich. Und doch ist diesem Künstler bei allen in- und ausländischen Orientierungen eine Sehnsucht nach Heimat geblieben, ,,Heimat ist, wo die Erinnerung zu Hause ist", hat einmal der ausgewanderte Schriftsteller Uwe Johnson gesagt. Zur Erinnerung an das einfache, naturnahe Leben seiner Kindheit auf dem Lande hat Hans-Peter Hauf sich, ein Landsitz gekauft, wo die Zeit angehalten scheint.  

Manfred Naegele 

 (Katalog 30 Jahre Malerei) 60 Jahre Hans-Peter Hauf